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Herzlich Willkommen auf unserem neuen Reise Lifestyle Blog !

Schön, dass ihr zu uns gefunden habt & ein herzliches Moin!

So sagt man das bei uns im Norden. Bei uns, das ist Flensburg, die schöne Fördestadt in Norddeutschland, direkt an der Grenze zu Dänemark. Und wir, das sind Jan, 22 Jahre alt ursprünglich aus Würzburg und Laura, 24 Jahre alt aus Homberg (Efze), einer kleinen Stadt in Hessen. Wir sind Studenten, Jan studiert Maschinenbau und Laura kann es kaum erwarten, später einmal Grundschulkinder zu unterrichten. Für das Studium haben wir gern einige Kilometer auf uns genommen, um gemeinsam an der See zu leben.

Wir lieben es auf Achse zu sein, um neue Orte zu erkunden und die müssen nicht immer weit entfernt sein. Ein nettes Fleckchen, um die Seele baumeln zu lassen finden wir auch im eigenen Land, da müssen es nicht immer lange Flüge und kostspielige Aktionen sein, um dem Alltag zu entkommen. Sei es zum Kiten am Meer, zum Stand-Up-Paddeln auf der Ostsee oder dem nächstgelegenen See, mit lieben Freunden an der Wakeboardanlage, zum Wandern in den Bergen oder im Winter zum Snowboarden - wir sind in jeder freien Minute mit unserem Buddy unterwegs.





Buddy ist unser selbst ausgebauter VW T5 aus dem Jahr 2012. Als er im August 2018 bei uns einziehen durfte, hatte er 130.000 km auf dem Buckel, seitdem haben seine 105 PS und schon gute 25.000 km durch die schönsten Landschaften gebracht.

Im vorigen Leben diente Buddy einem Elektriker gute Dienste, der ihn seinem Zustand nach zu urteilen ebenso sehr liebevoll behandelte. Glücklicherweise übernahmen wir unseren Van mit einigen bereits verbauten Features wie beispielsweise der Standheizung, einer Zweitbatterie und einer 230 Volt Anlage, was uns in Sachen Elektrik einiges an Kosten und Arbeit ersparte, sodass wir uns „nur“ noch um den Ausbau, sowie den wohnlichen Flair kümmern mussten. Zu unserem Ausbau möchten wir Euch allerdings im kommenden Post Genaueres berichten.





Wir werden Euch demnächst regelmäßig mit auf unsere Reisen mit dem Bulli nehmen. Freut Euch auf viele große und kleine Abenteuer, auf hilfreiche Vanlife Tips und Tricks. Wir freuen uns ebenfalls sehr, die Liebe zur Natur und dem Reisen mit unserem rollenden Zuhause mit euch zu teilen.



Aloha,

Laura & Jan mit Buddy





Unser Ausbau


Ganz oft werden wir gefragt: „Oh habt ihr das alles gebaut, oder habt ihr den Bus so fertig übernommen?“. Nein, übernommen haben wir unseren Buddy nicht so, da steckt jede Menge Arbeit dahinter.
Als wir unseren Bus im August 2018 abholten, sah er alles andere als gemütlich und hübsch eingerichtet aus. Unser T5 war ausgestattet mit einer Handwerkerausrüstung.

Der erste Schritt in Richtung Camper war eine Isolierung. Isoliert haben wir unseren T5 schon kurze Zeit nach der Anschaffung mit Styrodurplatten in verschiedenen Stärken aus dem Baumarkt. Es ging schließlich auf den Herbst zu und frieren wollten wir nicht. Diese Arbeit gestaltete sich relativ zeitintensiv, da die festen Platten genau zugeschnitten werden mussten, bevor sie mit Silikon am Blech verklebt wurden. Aber es hat funktioniert, wir frieren jedenfalls nicht.

Anschließend folgte die Innenraumverkleidung. Wir wünschten uns ein besonders farbenfrohes Design und haben uns darum gegen eine Verkleidung aus Holzlatten und für das Bespannen der Plastikverkleidungen mit bunten Stoffen entschieden. Das Handling war sehr unkompliziert. Mit einem Sprühkleber aus dem Baumarkt wurden sowohl die Seiten- als auch die Deckenverkleidungen großzügig eingesprüht, mit Stoffen bespannt, über Nacht getrocknet und wieder an ihren Platz montiert. Schaut doch schon viel wohnlicher aus, oder?

Als nächstes widmeten wir uns den Holzarbeiten. Hier starteten wir mit unserem 190 x 120 cm Bettgestell aus Latten, die von zahlreichen Schrauben und Winkeln zusammengehalten werden. Wir entschieden und gegen eine Platte und für den Lattenrost, damit die Luft besser zirkulieren kann, um Schimmel zu vermeiden.

Unseren großen Kleiderschrank, sowie den Schrank hinter dem Fahrersitz fertigten wir aus Multipex Platten. Um die perfekten Maße zu nehmen, nutzen wir Pappen als Schablonen, die wir an die Form des Busses anpassten. Bei den restlichen Schranktüren entschieden wir uns für Holzlatten, die wir aneinander leimten, für eine rustikale Optik. Die Farbwahl fiel auf helle Schränke mit braunen Türen und weißen Porzellanknäufen. Falls ihr euch fragt, ob wir auch einen Tisch ausklappen können – ja, das können wir. An der Klappe des kleinen Schranks montierten wir ein herausnehmbares Tischbein. Eine Spüle, sowie eine fest montierte Kochfläche haben wir allerding nicht. Zum Kochen bauen wir entweder unseren Campingtisch auf, oder wir klappen bei geöffneter Heckklappe die Holzplatte, die mit Scharnieren am Bettende befestigt ist aus. So können wir diese als Theke nutzen.


Bis hierhin haben wir drei lange und anstrengende Wochenenden in unseren Umbau investiert. Soweit so gut. Es ging auf die erste Tour und wir stellten fest, dass ein drehbarer Beifahrersitz uns auch noch zusätzlichen Raum verschaffen könnte. Eine Drehkonsole wurde also schnellstmöglich nachgerüstet, um unseren Platz im Van noch optimaler zu nutzen.


Vor gar nicht allzu langer Zeit schoss uns dann die Idee durch den Kopf, dass wir unser Wassersportequipment statt unter unserem Bettgestell, wo wir normalerweise Kisten mit Kleidung, Gaskochern, etc. lagern, auch auf dem Dach befestigen könnten. Unsere neuste Errungenschaft ist seitdem die Dachträgerplattform von ND-Rack, welche wir innerhalb von ca. 1 ½ Stunden auf unserem Dach montiert hatten. Der Dachträger beschert unserem Buddy seitdem nicht nur einen wesentlich vollständigeren, cooleren Look, vielmehr bietet er uns jede Menge Stauraum, um all unsere meist nasse Wassersportausrüstung statt im Innenraum nun oben auf dem Dach mitzuführen - super praktisch! Mal schauen, was in Zukunft neben Kite- und Wakeboards noch so auf unserer Dachträgerplattform ein neues Zuhause findet.


Bei Fragen zögert nicht, uns bei Instagram unter @lauracooo anzuschreiben, wenn Ihr mehr zum Dachträger erfahren möchtet berät Niko von ND-Rack euch natürlich ebenso gern.


Wir freuen uns, Euch demnächst mit auf unsere Roadtrips zu nehmen.

Sylt


Kurz vor dem Wochenende standen wir
mal wieder vor der Entscheidung wohin unser kleiner Wochenendtrip gehen soll.
Dänemark ist aufgrund seiner Lage für uns als Flensburger immer eine tolle Idee, jedoch wollten wir einen Ort in Deutschland erkunden, der nicht allzu weit entfernt ist. Unsere Entscheidung fiel auf Sylt.

Deutschlands nördlichste Insel
erschien uns im Herbst bei den kalten Temperaturen und menschenleeren, weiten Stränden als ein geeigneter Ort, um tagsüber einmal tief Luft zu holen und sich
den Wind um die Nase wehen zu lassen, bevor wir abends wieder in unseren Vanzurück kehren, um uns mit Tee und Wärmflaschen wieder aufzuwärmen während draußen der Wind kräftig heult.

Zwischen der dänischen Insel Rømø und
List auf Sylt verkehrt stündlich eine Fähre, die nicht nur unseren Bulli, sondern auch Motorräder, Wohnwagen und LKW transportierte. Alternativ hätten
wir die Insel auch mit dem Autozug über den Hindenburgdamm erreicht.

Wenn wir Sylt hörten, dachten wir immer direkt an die Ärzte und Westerland, was demnach unser erster Stopp war.
Einmal die Friedrichstraße hoch und runter hat uns dann jedoch auch gereicht, da wir nicht mit der Absicht shoppen zu gehen auf die Insel gefahren sind. Danach ging es in Richtung Wasser, wo wir vorbei an den Kassenhäuschen rauschten.
Da hätten wir doch fast vergessen hätten unsere Kurtaxe zu zahlen, also schnell umgedreht, gezahlt und zum Wasser, wo wir einen langen Strandsparziergang genossen. Ganz in der Nähe des Strandes entdeckten wir das Hallenbad „Sylter Welle“, hätten wir doch bloß an unsere Badesachen gedacht. Das Schwimmbad wäre
wahrscheinlich eine gute Option gewesen, um sich aufzuwärmen….

Am nächsten Morgen ging es für uns
nach Hörnum, wo wir uns den Leuchtturm ansahen. Von dort marschierten wir einmal um die Südspitze zurück durchs Dorf, entlang an vielen richtig hübschen Häuser in den Dünen. Reetdach hat schon was!

Noch mehr Reetdach folgte bei unserem
Stopp im beschaulichen Dorf Keitum. Hier erwartete uns Idylle pur, fast wie in einem Freilichtmuseum kam es uns hier vor. Ein Sparziergang hier ist auf alle Fälle zu empfehlen!

Unser Highlight jedoch war der Ellenbogen. Wer dem Straßenschild Ellenbogen folgt kommt hier an einer kleinen
Mautstation vorbei. Die Zufahrt ist zwar nicht kostenfrei, aber lohnt sich definitiv. Hier holten wir direkt unsere Kiteausrüstung vom Dachträger und tauschten unsere Kleidung gegen Neoprenklamotten, die es bei diesen Temperaturen definitiv bedarf. Bei der anschließenden Wanderung um das Natur- und Vogelschutzgebiert am Strand entlang sahen wir zahlreiche grasende Schafe auf
den weiten Wiesen und sogar einige Robben im Wasser schwimmen. Ein ziemlich perfekter Herbsttag!

Was die Übernachtungsmöglichkeiten um diese Jahreszeit auf Sylt angeht, sieht es wohl eher schwierig aus. Lediglich ein Campingplatz hat zu dieser Zeit noch geöffnet und sooo einladend sah dieser nicht aus. Wir lieben es generell für eine Nacht frei zu stehen und sind uns
bewusst, dass dies nicht überall gern gesehen wird - das respektieren wir natürlich auch! Glücklicherweise konnten wir den Campingplatz umgehen und bei Bekannten auf dem Hof parken. Das Wochenende auf Sylt hat uns in der Nebensaison richtig gut gefallen. Wir werden bestimmt nicht das letzte Mal dort gewesen sein, da es noch so viele weitere Orte auf der Insel zu erkunden gibt!