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Herzlich Willkommen auf unserem neuen Reise Lifestyle Blog !

Schön, dass ihr zu uns gefunden habt & ein herzliches Moin!

So sagt man das bei uns im Norden. Bei uns, das ist Flensburg, die schöne Fördestadt in Norddeutschland, direkt an der Grenze zu Dänemark. Und wir, das sind Jan, 22 Jahre alt ursprünglich aus Würzburg und Laura, 24 Jahre alt aus Homberg (Efze), einer kleinen Stadt in Hessen. Wir sind Studenten, Jan studiert Maschinenbau und Laura kann es kaum erwarten, später einmal Grundschulkinder zu unterrichten. Für das Studium haben wir gern einige Kilometer auf uns genommen, um gemeinsam an der See zu leben.

Wir lieben es auf Achse zu sein, um neue Orte zu erkunden und die müssen nicht immer weit entfernt sein. Ein nettes Fleckchen, um die Seele baumeln zu lassen finden wir auch im eigenen Land, da müssen es nicht immer lange Flüge und kostspielige Aktionen sein, um dem Alltag zu entkommen. Sei es zum Kiten am Meer, zum Stand-Up-Paddeln auf der Ostsee oder dem nächstgelegenen See, mit lieben Freunden an der Wakeboardanlage, zum Wandern in den Bergen oder im Winter zum Snowboarden - wir sind in jeder freien Minute mit unserem Buddy unterwegs.

Buddy ist unser selbst ausgebauter VW T5 aus dem Jahr 2012. Als er im August 2018 bei uns einziehen durfte, hatte er 130.000 km auf dem Buckel, seitdem haben seine 105 PS und schon gute 25.000 km durch die schönsten Landschaften gebracht.

Im vorigen Leben diente Buddy einem Elektriker gute Dienste, der ihn seinem Zustand nach zu urteilen ebenso sehr liebevoll behandelte. Glücklicherweise übernahmen wir unseren Van mit einigen bereits verbauten Features wie beispielsweise der Standheizung, einer Zweitbatterie und einer 230 Volt Anlage, was uns in Sachen Elektrik einiges an Kosten und Arbeit ersparte, sodass wir uns „nur“ noch um den Ausbau, sowie den wohnlichen Flair kümmern mussten. Zu unserem Ausbau möchten wir Euch allerdings im kommenden Post Genaueres berichten.

Wir werden Euch demnächst regelmäßig mit auf unsere Reisen mit dem Bulli nehmen. Freut Euch auf viele große und kleine Abenteuer, auf hilfreiche Vanlife Tips und Tricks. Wir freuen uns ebenfalls sehr, die Liebe zur Natur und dem Reisen mit unserem rollenden Zuhause mit euch zu teilen.

Aloha,

Laura & Jan mit Buddy

Unser Ausbau

Ganz oft werden wir gefragt: „Oh habt ihr das alles gebaut, oder habt ihr den Bus so fertig übernommen?“. Nein, übernommen haben wir unseren Buddy nicht so, da steckt jede Menge Arbeit dahinter. Als wir unseren Bus im August 2018 abholten, sah er alles andere als gemütlich und hübsch eingerichtet aus. Unser T5 war ausgestattet mit einer Handwerkerausrüstung.

Der erste Schritt in Richtung Camper war eine Isolierung. Isoliert haben wir unseren T5 schon kurze Zeit nach der Anschaffung mit Styrodurplatten in verschiedenen Stärken aus dem Baumarkt. Es ging schließlich auf den Herbst zu und frieren wollten wir nicht. Diese Arbeit gestaltete sich relativ zeitintensiv, da die festen Platten genau zugeschnitten werden mussten, bevor sie mit Silikon am Blech verklebt wurden. Aber es hat funktioniert, wir frieren jedenfalls nicht.

Anschließend folgte die Innenraumverkleidung. Wir wünschten uns ein besonders farbenfrohes Design und haben uns darum gegen eine Verkleidung aus Holzlatten und für das Bespannen der Plastikverkleidungen mit bunten Stoffen entschieden. Das Handling war sehr unkompliziert. Mit einem Sprühkleber aus dem Baumarkt wurden sowohl die Seiten- als auch die Deckenverkleidungen großzügig eingesprüht, mit Stoffen bespannt, über Nacht getrocknet und wieder an ihren Platz montiert. Schaut doch schon viel wohnlicher aus, oder?

Als nächstes widmeten wir uns den Holzarbeiten. Hier starteten wir mit unserem 190 x 120 cm Bettgestell aus Latten, die von zahlreichen Schrauben und Winkeln zusammengehalten werden. Wir entschieden und gegen eine Platte und für den Lattenrost, damit die Luft besser zirkulieren kann, um Schimmel zu vermeiden.Unseren großen Kleiderschrank, sowie den Schrank hinter dem Fahrersitz fertigten wir aus Multipex Platten. Um die perfekten Maße zu nehmen, nutzen wir Pappen als Schablonen, die wir an die Form des Busses anpassten. Bei den restlichen Schranktüren entschieden wir uns für Holzlatten, die wir aneinander leimten, für eine rustikale Optik. Die Farbwahl fiel auf helle Schränke mit braunen Türen und weißen Porzellanknäufen. Falls ihr euch fragt, ob wir auch einen Tisch ausklappen können – ja, das können wir. An der Klappe des kleinen Schranks montierten wir ein herausnehmbares Tischbein. Eine Spüle, sowie eine fest montierte Kochfläche haben wir allerding nicht. Zum Kochen bauen wir entweder unseren Campingtisch auf, oder wir klappen bei geöffneter Heckklappe die Holzplatte, die mit Scharnieren am Bettende befestigt ist aus. So können wir diese als Theke nutzen.

Bis hierhin haben wir drei lange und anstrengende Wochenenden in unseren Umbau investiert. Soweit so gut. Es ging auf die erste Tour und wir stellten fest, dass ein drehbarer Beifahrersitz uns auch noch zusätzlichen Raum verschaffen könnte. Eine Drehkonsole wurde also schnellstmöglich nachgerüstet, um unseren Platz im Van noch optimaler zu nutzen. Vor gar nicht allzu langer Zeit schoss uns dann die Idee durch den Kopf, dass wir unser Wassersportequipment statt unter unserem Bettgestell, wo wir normalerweise Kisten mit Kleidung, Gaskochern, etc. lagern, auch auf dem Dach befestigen könnten. Unsere neuste Errungenschaft ist seitdem die Dachträgerplattform von ND-Rack, welche wir innerhalb von ca. 1 ½ Stunden auf unserem Dach montiert hatten. Der Dachträger beschert unserem Buddy seitdem nicht nur einen wesentlich vollständigeren, cooleren Look, vielmehr bietet er uns jede Menge Stauraum, um all unsere meist nasse Wassersportausrüstung statt im Innenraum nun oben auf dem Dach mitzuführen - super praktisch! Mal schauen, was in Zukunft neben Kite- und Wakeboards noch so auf unserer Dachträgerplattform ein neues Zuhause findet.

Sylt

Kurz vor dem Wochenende standen wirmal wieder vor der Entscheidung wohin unser kleiner Wochenendtrip gehen soll.Dänemark ist aufgrund seiner Lage für uns als Flensburger immer eine tolle Idee, jedoch wollten wir einen Ort in Deutschland erkunden, der nicht allzu weit entfernt ist. Unsere Entscheidung fiel auf Sylt.

Deutschlands nördlichste Inselerschien uns im Herbst bei den kalten Temperaturen und menschenleeren, weiten Stränden als ein geeigneter Ort, um tagsüber einmal tief Luft zu holen und sichden Wind um die Nase wehen zu lassen, bevor wir abends wieder in unseren Vanzurück kehren, um uns mit Tee und Wärmflaschen wieder aufzuwärmen während draußen der Wind kräftig heult.

Zwischen der dänischen Insel Rømø undList auf Sylt verkehrt stündlich eine Fähre, die nicht nur unseren Bulli, sondern auch Motorräder, Wohnwagen und LKW transportierte. Alternativ hättenwir die Insel auch mit dem Autozug über den Hindenburgdamm erreicht.

Wenn wir Sylt hörten, dachten wir immer direkt an die Ärzte und Westerland, was demnach unser erster Stopp war.Einmal die Friedrichstraße hoch und runter hat uns dann jedoch auch gereicht, da wir nicht mit der Absicht shoppen zu gehen auf die Insel gefahren sind. Danach ging es in Richtung Wasser, wo wir vorbei an den Kassenhäuschen rauschten.Da hätten wir doch fast vergessen hätten unsere Kurtaxe zu zahlen, also schnell umgedreht, gezahlt und zum Wasser, wo wir einen langen Strandsparziergang genossen. Ganz in der Nähe des Strandes entdeckten wir das Hallenbad „Sylter Welle“, hätten wir doch bloß an unsere Badesachen gedacht. Das Schwimmbad wärewahrscheinlich eine gute Option gewesen, um sich aufzuwärmen….

Am nächsten Morgen ging es für unsnach Hörnum, wo wir uns den Leuchtturm ansahen. Von dort marschierten wir einmal um die Südspitze zurück durchs Dorf, entlang an vielen richtig hübschen Häuser in den Dünen. Reetdach hat schon was!

Noch mehr Reetdach folgte bei unseremStopp im beschaulichen Dorf Keitum. Hier erwartete uns Idylle pur, fast wie in einem Freilichtmuseum kam es uns hier vor. Ein Sparziergang hier ist auf alle Fälle zu empfehlen!

Unser Highlight jedoch war der Ellenbogen. Wer dem Straßenschild Ellenbogen folgt kommt hier an einer kleinenMautstation vorbei. Die Zufahrt ist zwar nicht kostenfrei, aber lohnt sich definitiv. Hier holten wir direkt unsere Kiteausrüstung vom Dachträger und tauschten unsere Kleidung gegen Neoprenklamotten, die es bei diesen Temperaturen definitiv bedarf. Bei der anschließenden Wanderung um das Natur- und Vogelschutzgebiert am Strand entlang sahen wir zahlreiche grasende Schafe aufden weiten Wiesen und sogar einige Robben im Wasser schwimmen. Ein ziemlich perfekter Herbsttag!

Was die Übernachtungsmöglichkeiten um diese Jahreszeit auf Sylt angeht, sieht es wohl eher schwierig aus. Lediglich ein Campingplatz hat zu dieser Zeit noch geöffnet und sooo einladend sah dieser nicht aus. Wir lieben es generell für eine Nacht frei zu stehen und sind unsbewusst, dass dies nicht überall gern gesehen wird - das respektieren wir natürlich auch! Glücklicherweise konnten wir den Campingplatz umgehen und bei Bekannten auf dem Hof parken. Das Wochenende auf Sylt hat uns in der Nebensaison richtig gut gefallen. Wir werden bestimmt nicht das letzte Mal dort gewesen sein, da es noch so viele weitere Orte auf der Insel zu erkunden gibt!

Harzgebirge

Manchmal sind es die kleinen Zufälle und spontane Aktionen, die uns zu besonderen Orten führen. Unser Plan für Dezember 2019 sah vor, dass wir mit unserem Bus „Buddy“ von Flensburg in Richtung Hessen zu unseren Familien starten. Ganz spontan kam uns der Gedanke, auf dem Weg dorthin noch mehr von Deutschland erkunden zu wollen. So entschieden wir uns für einen kleinen Zwischenstopp im Nationalpark Harz.

Diverse Fotos der schneebedeckten Wälder und der nostalgischenSchmalspurbahn, wie sie durch die Winterlandschaft fährt, hatten uns im Vorfeld durch die Sozialen Medien beeindruckt und wir erhofften uns Mitte Dezember eine verschneite, gemütliche Winterfahrt darin anzutreten.

Wir parken unseren Bus in Schierke, einem Ort im Harzgebirge, von dem wir die Bahnfahrt antreten wollten. Uns fiel direkt auf, dass von dem Schnee auf den Fotos der letzten Tage zumindest unten im Ort nichts mehr zu sehen war. Am Bahnhof in Schierke angekommen erwartete uns bereits die wunderschöne schwarz rote Lok, die uns an die Spitze des1.140 m hohen Brockens fahren sollte. Hier galt es nun eineEntscheidung zu treffen: Sollten wir lieber einige Stunden laufenoder für doch jeweils 29 Euro mit der Schmalspurbahn kurzweilige 30 Minuten für eine Strecke antreten? Hierzu ist hinzuzufügen, dass für die Brockenstrecke ein einheitlicher Fahrpreis gilt, egal abwelchem Bahnhof. Wir entschieden uns für die sportliche Variante.

Zwischen verschiedenen Wanderrouten wählten wir den „Eckerlochstieg“, den kürzesten mit 5,4 km direkt ab Schierke, der sich ziemlich schnell als recht steil und steinig erwies. Feste Kleidung und Wanderschuhe können wir hier auf jeden Fall jedem, der den anspruchsvollen, jedoch von den Kilometern kürzesten, Aufstieg über diese Route ab Schierke plant ans Herz legen. Gerade im Winter bei frostigem Boden war es an der ein oder anderen Stelle sehr rutschig.

Da der Wanderweg die Schienen der Lok kreuzt, hörten wir diese nicht nur aus der Ferne pfeifen, auch bekamen wir sie glücklicherweise erneut zu Gesicht.

Unsere Hoffnung auf eine weiße Schneedecke erlosch ziemlich schnell je höher wir wanderten, jedoch wurden wir von strahlend blauem Himmel und Sonnenschein auf dem Brockenplateau empfangen.

Ein kleiner Abstecher für eine Wanderung auf den Brocken können wir bei schönem Wetter auch im Winter sehr empfehlen. Leider war unsere Aufenthaltszeit viel zu kurz, um weitere Routen und Orte im Harz ausfindig zu machen. Wir kehren auf alle Fälle wieder zurück und hoffen auf Schnee beim nächsten Besuch, um dann eventuell doch mit der nostalgischen Dampflok durch den verschneiten Wald zu fahren.

Die Dänische Insel „Als“

Auszeit bitte! Der Januar war für uns ein kräftezehrender Monat bestehend aus zahlreichen Klausuren und Hausarbeiten ohne Ende. Obendrein zeigt sich Norddeutschlands Wetter in der Regel zu dieser Jahreszeit auch nochvon seiner schietigsten Seite. Um dem Schreibtisch für immerhin zwei Tage zu entkommen packten wir also unseren Buddy für einen kleinen Wochenendtrip.

Wir steuerten Dänemark an, wie so oft, jedoch wollten wir wie immer irgendwo hin, wo wir noch nicht waren. Unsere Ziele warenRuhe und viel frische Luft, um wieder Energie für die kommenden Tage zu schöpfen sowie ein möglichst wassernaher Stellplatz, an dem wir uns wenn wohl auch nicht nachts, möglichst tagsüber kostenfrei aufhalten konnten.

Falls ihr euch fragt, wie wir unsere Parkplätze finden, Stell- bzw. Parkmöglichkeiten finden wir in der Regel mit Hilfe derSatellitenanzeige von Google Maps oder der App park4night.So konnten wir auch den Østerby Strand auf der Halbinsel Kegnæs ausfindig machen. Die Halbinsel grenzt an die Insel Als und liegt im Süden Jütlands, kurz hinter der deutsch-dänischen Grenze. Diese Lage bot sich von Flensburg aus bestens für unseren Mini-Trip an.

Nach lediglich einer dreiviertel Stunde Fahrt überraschte uns das Wetter vor Ort sehr. Von Wind fehlte jede Spur, sogar dieSonne kam für ein paar Stunden raus. Die Kitesachen durften somit in den Boxen auf dem Dachträger von ND-Rack verstaut bleiben. Dank des stillen Windes können wir euch dafür einen tollen Blick von oben auf den herrlichen Strandparkplatzbieten. Sieht die Landschaft nicht toll aus?

Im Sommer wird hier sicherlich mehr Betrieb sein, aber um diese Jahreszeit begegnete uns niemand während unseres Spaziergangs am Strand, vorbei an der kleinen gemütlichen Sitzbank auf der wir kurz pausierten und dem wunderschönen roten Schwedenhäuschen - da würden wir direkt einziehen!

Alle die sich den Traum vom eigenen Bulli noch nicht erfüllen konnten, bietet die Halbinsel dennoch ein idyllisches Ausflugsziel.Zahlreiche kleine Ferienhäuschen in unmittelbarer Nähe zum Strand laden zum Entspannen ein.

Während die Ostküste von Als durch steinige Klippen geprägt ist, präsentiert sich die Westkünste durch kleine Buchten und Fjorde. Die Insel bietet außerdem vielfältige kulturelle Möglichkeiten sowie Besichtigungen von Schlössern, Kirchen, Ruinen und Gedenkstätten.

Mit ungefähr 30.000 Einwohnern können wir außerdem Sønderborg, die größte Stadt der Insel, für alle die Lust auf einen kleinen Stadtbummel haben, ebenfalls sehr empfehlen. Der Ort präsentiert sich mit heimeligen Häuschen und einer hübschen Fußgängerzone. In unmittelbarer Nähe zum Zentrum befinden sich darüber hinaus auch dort Badestrände, die vor allem in Sommer gerne besucht werden.

Wir hoffen, dass ihr beim Lesen Lust auf einen Minitrip nach Süddänemark bekommen habt!  Lasst uns doch gern auch mal eure liebsten Rückzugsorte für ein Wochenendabenteuer zukommen. Bei Instagram sind wir unter dem Account @lauracooo gerne für viele Tipps von euch offen!

Wir freuen uns von euch zu hören!

Laura & Jan

Flensburg

Heute möchten wir euch einen kleinen Einblick in unsere Wahlheimat geben und euch zeigen, wo wir uns gern herumtreiben, wenn wir mal nicht mit unserem Bulli unterwegs sind, was gerade im Winter auch mal vorkommen kann. Falls ihr euch selbst irgendwann auf dem Weg Richtung Dänemark befindet, liegt Flensburg ja direkt auf eurer Route! Solltet ihr keine Stadtmenschen sein, wollt euch aber dennoch die norddeutsche Luft um die Nase wehen lassen, oder im Sommer baden gehen: die Strände in Wassersleben, Solitüde und Glücksburg in der Umgebung und ein klein Wenig weiter die Halbinsel Holnis sind ebenfalls schöne Ausflugsziele.

Flensburg ist mit seinen 90.000 Einwohnern eigentlich recht gemütlich, doch vor allem an den Samstagen ist die Fußgängerzone sehr gut besucht. Vom Südermarkt bei der Nikolaikirche, wo mittwochs und samstags der Wochenmarkt stattfindet, führen der Holm und die große Straße bis zum Nordermarkt und der Marienkirche. Zwar sind die Geschäfte die üblichen Verdächtigen, doch die Fassaden der Altbauten sind wirklich wunderschön. Also haltet die Augen, aber auch eure Ohren auf, denn die dänische Sprache macht in Flensburg keinen Halt vor euch. Wem das Getummel zu viel ist, der ist in den zahlreichen Seitengassen, wie dem Neptunhof mit kleinen Restaurants und Boutiquen, die von der Großen Straße aus abgehen, richtig aufgehoben. Egal, ob bei einem Eis im Sommer, oder an einem verregneten Tag, in den Hinterhöfen lässt es sich ganz gemütlich bummeln.

Parallel zur Einkaufszone, und das ist definitiv unser Highlight, verläuft der Flensburger Hafen.

Von beiden Seiten könnt ihr hier nicht nur die wunderschönen Segelboote betrachten, auch habt ihr einen tollen Ausblick auf die jeweilige Seite der Stadt.

Für eine kleine Stärkung zwischendurch solltet ihr auf jeden Fall einen Stopp bei Ben‘s Fischhütte einlegen. Keine Sorge, übersehen könnt ihr die lange Schlange anstehender Hungriger bei der kleinen schwarzen Holzbude gar nicht. Die Fischbrötchen auf die Hand sind die Allerbesten und falls es ein Kaffee und ein Stück Kuchen sein soll, das gibt’s direkt nebenan im kleinen roten Schwedenhäuschen, dem Werftcafé mit dem besten Blick auf den historischen Hafen.

Vom Hafen aus zurück Richtung Innenstadt führt unter anderem der Oluf-Samson-Gang. Die kleinen, farbenfrohen Fischerhäuschen mit ihren verschnörkelten Fenstern und alten Holztüren solltet ihr definitiv gesehen haben! Im Sommer blüht es hier auch ganz wunderbar!

Vom Oluf-Samson-Gang ist es auch gar nicht mehr weit bis in die Norderstraße. Hier gibt es einiges zu entdecken. Nicht zu übersehen sind die zahlreichen Schuhe, die über der Straße an einem Seil baumeln. Hierzu gibt es diverse Geschichten, wie es zu dem Shoefiti – Schuhe + Graffiti = Schoefiti gekommen ist… malt euch doch selbst gern eine aus!

Flensburgs „Schmuckkästchen“ ist die Rote Straße mit rund 40 Geschäften auf 200 Metern in fünf Hinterhöfen. Hier findet sich für jeden etwas, egal ob frisch gemahlener Kaffee aus der Rösterei, leckerem Tee, einem Glas Wein, Rum aus dem Rum Museum, Marzipan und Pralinen über Kunst und Designkleidung bis hin zu außergewöhnlichen Deko- und Kinderartikeln. Wenn ihr erst einmal am Südermarkt seid liegt die Rote Straße direkt um die Ecke, also schaut dort auf jeden Fall vorbei!

Parkmöglichkeiten findet ihr auch genügend. Kostenlos parken könnt ihr auf der Exe, gebührenpflichtig in der Stadt und direkt am Hafen. Auch können wir euch für die Übernachtung mit eurem rollenden Zuhause einen kleinen Wohnmobilstellplatz auf der Ostseite des Flensburger Hafens mit Blick auf die Hafeneinfahrt empfehlen. Die GPS-Koordinaten dafür sind N 54°47'56" O 09°26'15". Falls ihr Frischwasser und eine Entsorgungsmöglichkeit benötigt, gibt es da noch den großen Wohnmobilstellplatz am CITTI-Park, ebenfalls kostenlos und für 1-2 Nächte durchaus machbar!

Wir hoffen euch einen kleinen Einblick gegeben zu haben. Viel Spaß beim Erkunden der Fördestadt! Falls ihr noch Fragen habt dürft ihr euch natürlich gern bei uns über Instagram melden.

Unsere 20 Vanlife Must Haves!

Corona hat uns voll im Griff. Wie ihr alle sitzen wir nun auch mehr oder weniger in den Startlöchern und können es kaum erwarten, endlich wieder mit unserem Van unterwegs zu sein.

Wir nutzen momentan die sonnige Zeit für einen Bus-Frühjahrsputz und dabei kam uns die Idee, Euch einen Einblick in unsere unverzichtbaren Reise-Gadges zu geben. Die Sachen haben sich nach und nach angesammelt, da man oft auch erst beim Reisen durch ein bestimmtes Land oder abhängig von der Jahreszeit feststellt, welche Utensilien sich als praktisch erweisen.

Egal zu welcher Jahreszeit haben wir dabei:

1. Einen Ein-Flammen-Gaskocher. Dieser ist klein und handlich und es gibt so viele leckere Gerichte, die auch nur auf einer Flamme gekocht werden können. Das setzt natürlich voraus, genügend Gaskartuschen mit dabei zu haben.

2. Kochtöpfe & eine Pfanne. Wir lieben unser Aluminium Set, welches sich ineinander Stapeln und somit leicht verstauen lässt. Außerdem würden wir unseren Omnia Backofen nicht mehr hergeben wollen.

3. Unseren Wasserkessel. Super praktisch im Bus, denn so lässt sich Wasser viel schneller und mit weniger Wasserdampf erhitzen als im Topf!

4. Campinggeschirr & -besteck. Unser Geschirr ist aus Bambus und die Tassen aus Emaille, geht also nicht so schnell kaputt und ist super leicht.

5. Einen Espressokocher für den morgendlichen Kaffee.

6. Einen Wasserkanister. Egal ob zum spülen, duschen oder kochen, Wasser sollte man immer dabei haben!

7. Spülen setzt natürlich eine Spülwanne voraus. Als richtig praktisch haben sich faltbare Spülwannen erwiesen. Außerdem verwenden wir ökologisch abbaubares Camping-Spülmittel, um die Umwelt nicht noch mehr zu belasten. Silikon Spülschwämme halten sich ewig und frische Geschirrtücher haben wir auch schon das ein oder andere Mal zu Hause vergessen…

8. Wer kocht produziert Abfälle, also sollte man immer auch eine Rolle Müllsäcke bzw. einen kleinen Mülleimer mit dabei haben.

9. Normale Handtücher haben wir sehr selten mit im Van. Wir lieben kleine, dünne Mikrofaserhandtücher, die nicht nur wenig Stauraum benötigen, sondern auch viel schneller trocken als dicke Baumwollhandtücher.

10. Absolut nicht mehr missen möchten wir einen Handfeger.

11. Einen Klappspaten haben wir außerdem immer mit dabei.

12. Jede Menge Spiele. Unser Favorit ist definitiv UNO. Bücher sind aber auch nie verkehrt.

13. Stirnlampen sind super praktisch, da man auch abends im Dunkeln beim Zähneputzen die Hände frei hat.

14. Eine Kamera & ein stabiles Stativ, damit man schöne Momente festhalten kann. Wir lieben es, die Fotos nach unseren Reisen auf Instagram zu teilen und Fotobücher zu gestalten!

Was im Frühjahr & Sommer zusätzlich auf keinen Fall fehlen sollte:

15. Kleine, handliche Campingstühle & ein Campingtisch, um möglichst viel Zeit vor dem Van verbringen zu können.

16. Sonnencreme & Anti-Mücken-Spray.

Nicht mehr missen wollen wir im Herbst & Winter:

17. Zusätzliche Schafsäcke zur Bettdecke.

18. Wärmflaschen, die man nachts in den Schlafsack legt - absolut empfehlenswert!

19. Damit der Bus nicht zu schnell an den unisolierten Bereichen auskühlt, haben wir uns Thermomatten mit Saugnäpfen für die Fenster gekauft. Diese gibt es von verschiedenen Anbietern. Die Matten halten den Bus im Sommer außerdem auch relativ kühl.

Für Übernachtungen in der City:

20. Normalerweise stehen wir in der Natur, weit weg von Städten. Wenn dem doch mal nicht so sein sollte, haben wir unser „Porta-Potti“, eine mobile Campingtoilette für das kleine Geschäft mit dabei.

Wer sich jetzt fragt wie wir neben den vielen Sachen auch noch Lebensmittel, Kleidung und Wassersportequipment unter bekommen: wir sind super glücklich über unsere Dachträgerplattform von ND-Rack auf der wir unsere Ausrüstung mit Spannguten befestigen können. Schlafsäcke, Jacken und alles was nicht kaputt gehen kann befindet sich meist in unserer Dachbox!

Wir wünschen euch viel Spaß bei Packen eures Vans!

Bleibt gesund!

Laura & Jan